Vorträge

Zur Vorbereitung der Ausflugsfahrten oder zur unterhaltsamen Abendgestaltung bieten wir Ihnen abwechslungsreiche PowerPoint-Vorträge aus der Geschichte unserer Region an.

Heilige Quellen, verschwundene Flüsse, geheimnisvolle Höhlen
Die Karst-Erscheinungen des Bayerischen Jura

In uralten Meeren entstanden, prägten jahrhundertelang Wasserreichtum in den Tälern und Wasserarmut auf den Hochflächen das Leben im Jura. Sie erfahren, wie das Wasser die Landschaft, die typischen Pflanzen, die heimische Tierwelt und das Leben der Menschen bis heute beeinflusst.

Dazu bieten wir eine Wanderung auf dem Erlebnispfad Juralandschaft in Ihrlerstein an.

 

Ludwig der Kelheimer
Erfolgreicher Herzog oder skrupelloser Machtpolitiker

Der berühmteste Kelheimer wurde 1183 Herzog in Bayern und einer der mächtigsten Männer seiner Zeit. Von seiner steilen Karriere zum Kurfürsten bei Rhein und Stellvertreter des staufischen Kaisers Friedrich II. handelt die PowerPoint-Vortrag von Bernd Grune. Er verdeutlicht Ludwigs erfolgreiche Hausmachtpolitik durch zahlreiche Städtegründungen, die geschickte Heiratspolitik und durch sein entschlossenes militärisches Vorgehen. Sie erfahren, woher das weiß-blaue Rautenwappen und der bayerische Löwe stammen und ob Kelheim wirklich seine Residenzstadt war.

 

Höhenburg über Essing
Wechselhafte Geschichte Randecks

Gegen die Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert erbaut, gehörte die wehrhafte Burg bis 1485 den Abensberger Babonen, die als Burgherren über die Essinger Bürger herrschten. Danach gelangte sie in den Besitz zahlreicher geistlicher und adliger Herren. Der berühmteste hieß Leonhard von Eck. 1634 von den Schweden zerstört, bauten die Jesuiten sie und das Kollegiatsstift wieder auf. Rücksichtslos veräußerte der Malteserorden die meisten Besitzungen. Heute gehört die Ruine der Gemeinde.

 

Matthias Kraus
Freiheitskämpfer oder Rebell?

Während der Schmied von Kochel als poetische Phantasiegestalt weit bekannt ist und im bayerischen Oberland noch heute verehrt wird, geriet der Kelheimer Metzgermeister Matthias Kraus aus dem Baierischen Bauernkrieg 1705/06 fast in Vergessenheit. Bernd Grune zeigt in seiner Power-Point-Show seinen Lebensweg auf. Während die Aufstände anfänglich als unrechtmäßiges Aufbegehren gegen die kaiserliche Obrigkeit angesehen wurden, wandelte sich die Einstellung unter dem Eindruck der napoleonischen Kriege und man versuchte die Bevölkerung damit gegen das feindliche Österreich aufzubringen. Der Widerstand des Metzgermeisters Kraus und seiner Mitstreiter wurde als Kampf gegen eine Fremdherrschaft gedeutet. Die Wittelsbacher verstanden es den Freiheitswillen des Volkes als Treue zum Vaterland und dem Fürstenhaus der Wittelsbacher umzudeuten.

 

Joseph Deifel – ein bairischer Infanterist in Napoleons Großer Armee
Die Feldzüge Napoleons aus der Sicht eines einfachen Mannes

Joseph Deifel, ein gelernter Eisengießer (Zrinner) und einer der wenigen baierischen Soldaten, die den Russlandfeldzug überlebten, beschreibt in seinem Tagebuch drastisch und anschaulich den Alltag der napoleonischen Kriege mit all den Sorgen und Nöten aus der Perspektive eines einfachen Infanteristen. Bernd Grune illustriert diesen Vortrag über den bekannten Essinger mit Bildern wichtiger Stationen seines Lebens.

 

Andreas Hofer
Vom Tiroler Freiheitskämpfer zum europäischen Mythos

Vor über 200 Jahren wurde Andreas Hofer in Mantua von den Franzosen hingerichtet. Bernd Grune erinnert in seiner PowerPoint-Vortrag an den Sandwirt von St. Leonhard im Passeiertal. Er zeigt, wie Hofer nach einer entbehrungsreichen Jugend im Widerstand gegen die bayerische Herrschaft in die militärischen Auseinandersetzungen hineingezogen wird und durch spektakuläre Siege der Tiroler zur Führungsfigur aufsteigt. Vor dem Hintergrund der spannungsreichen Geschichte der damaligen Zeit wird das tragische Leben des zunächst in Bayern verhassten Feindes Andreas Hofer schließlich zu dem eines europäischen Freiheitshelden verklärt.

 

Die Völkerschlacht bei Leipzig 1813
Entscheidende Wende im Befreiungskampf gegen Napoleon

In der Völkerschlacht erlitt Napoleon eine folgenreiche Niederlage gegen die Alliierten. Während die Bayern in Leipzig nicht mitkämpften, aber auf der Seite der Sieger standen, blieb der sächsische König bis zum Schluss treuer Bündnispartner Napoleons. Deshalb wurde das Völkerschlachtdenkmal auch erst 50 Jahre später errichtet als die Befreiungshalle in Kelheim. Der leitende Baumeister Thieme baute zahlreiche Symbole der Freimaurer ein und im Dritten Reich und in der DDR wurde das Denkmal politisch instrumentalisiert.

 

König Ludwig I.
Berühmter Bauherr, leidenschaftlicher Liebhaber, einflussreicher Politiker

Zahlreiche berühmte Bauten in Bayern und der Rheinpfalz erinnern noch heute an König Ludwig I. und seine Architekten Friedrich von Gärtner und Leo von Klenze. Sein Interesse an Frauen spiegelt sich nicht nur in der Nymphenburger Schönheitsgalerie, sondern auch in der tragischen Affäre mit der jungen Tänzerin Lola Montez. Er wandelte sich im Laufe seines Lebens vom liberal denkenden Kronprinzen zum autokratischen Herrscher von Gottes Gnaden. Er traf aber auch wichtige und zukunftsweisende politische Entscheidungen für Bayern, die bis heute nachwirken.

 

Der alte Ludwigs-Kanal
Ein uralter Menschheitstraum

Schon Kaiser Karl der Große versuchte vor über 1200 Jahren die Nordsee mit dem Schwarzen Meer zu verbinden. Nach der Ausdehnung des Königreichs Bayern in den fränkischen Raum konnte dieser Traum realisiert werden. König Ludwig I. ließ den Kanal von 1830 bis 1846 als Symbol der wirtschaftlichen Einigung Deutschlands von Kelheim nach Bamberg bauen. Im 2. Weltkrieg wurde er vor allem in Nürnberg durch die Bombenangriffe der Amerikaner schwer zerstört. Noch heute erinnern romantisch wirkende Bauten der Wassertechnik in Niederbayern und der Oberpfalz an die Ingenieur-Leistungen des 19. Jahrhunderts. Inzwischen führt ein idyllischer Rad- und Wanderweg an der bei Anglern und Naturfreunden beliebten Kanalstrecke entlang.

 

Griechenland und Bayern
Von der bayerischen Königsherrschaft zum Isar-Athen

Begeistert von der Kultur der alten Griechen unterstützte König Ludwig den Befreiungskampf von der osmanischen Herrschaft. Die zahlreichen „bayerischen“ Baumaßnahmen seines Sohnes Otto als König von Griechenland in Athen und die Rückwirkung auf die Gestaltung der Landeshauptstadt München unter König Ludwig I. erinnern eindrucksvoll an diese Zeit.

 

Nationalistischer Kitsch oder klassizistische Kunst
Walhalla und Befreiungshalle

König Ludwig I. liebte es Bauten zu kopieren, die er in Italien oder Griechenland kennenlernte. So war für die Walhalla das Parthenon auf der Akropolis in Athen ein Vorbild und für die Befreiungshalle das Pantheon in Rom. Entstanden in einer Zeit des erwachenden Nationalismus nutzte er beide „Tempel“ für die historische Bildung und die politische „Erziehung“ des Volkes in seinem Sinne. Gebaut im klassizistischen Stil, wirkten Walhalla und Befreiungshalle schon in ihrer Zeit für manche stilistisch überholt.

 

Von der Urdonau zum Main-Donau-Kanal
Die Geschichte des Altmühltals

Im Laufe der Jahrtausende erfuhr das Altmühltal zahlreiche Veränderungen. Vom Urdonautal und dem Verlauf der alten Altmühl spannt sich der Bogen über die ersten Kanalbau-Versuche Kaiser Karls des Großen, den Ludwigskanal bis zum Main-Donau-Kanal des 20. Jahrhunderts. Sie erfahren anhand markanter Kanalstrecken, welche Probleme beim Bau auftraten, welche Vor- und Nachteile der Kanal brachte und wie die heutige Nutzung aussieht.

 

Sehenswertes Altmühl- und Donautal
Mit den Augen eines Grafikers gesehen

Die Landschaft seiner Heimat hatte es Hermann Zink angetan. Zahlreiche liebenswerte Motive hielt er in seinen Federzeichnungen fest, die durch moderne Baumaßnahmen zu verschwinden drohten. Eine Auswahl aus Zinks reichhaltigem Werk zeigt Bernd Grune in seiner Power-Point-Vortrag und konfrontiert sie mit der heutigen Situation.

 

„Geheimprojekt Me-Ringberg“
Baustelle der Messerschmittwerke und Entstehung des KZ-Außenlagers Saal

Am Ende des Zweiten Weltkrieges planten die Regensburger Messerschmitt-Werke Teile ihrer Produktion des Jagdbombers Me 262 in unterirdische Stollenanlagen des Ringbergs bei Saal zu verlegen, um sie gegen die Luftangriffe der Alliierten besser zu schützen. Sylvia Kühnl beschreibt wichtige Stationen dieses Geheimprojektes mit der damit verbunden Errichtung des KZ-Außenlagers von Flossenbürg. Sie geht dabei auch auf die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Häftlinge und ihre Beziehungen zur Saaler Bevölkerung ein.

 

Preis für einen ca. 60-minütigen PowerPoint-Vortrag 55 Euro